nachtleben auf La Gomera – freundinnen unt bars

Ich bin so gerne auf La Gomera weil ich da abenz immer mit ins restaurang unt in die bars darf. Früher durfte ich nur so drei oder fiermal im ganzen urlaup mit. Susanne unt Martin sagten dass das sonz ungerecht den anderen teddys gegenüber wäre. Ich hap dann argumentiert dass ich der größte gourmand-gourmet fon allen bin. Meine freunde haben gesagt dass es ihnen nichz ausmacht wenn ich abenz ausgehe unt so hat sich das dann nach und nach ergeben. Jetzt ist die regel perfekt unt ich komm immer mit außer wenn leute dabei sint die keine teddys mögen.

Einz unserer lieplinksrestaurangs ist das fon Mario. Seit lezztem dezember arbeitet Lissi dort als kellnerin. Wir sind sofort sehr gute freunde geworden. Lissi schpricht nur schpanisch. Sie hat auf ihrem händi sofort meinen blog aufgerufen unt die automatische übersezzungsfungzion eingeschaltet. Ich hoffe sie kann das hier nun auf schpanisch lesen.

meine freundin Lissi

Mario kocht für uns auch gerichte die nicht auf der schpeisekarte stehen. Wir haben uns böff schtroganoff gewünscht unt dann haben wir das am näxten tag auch bekommen. Lissi hat ein foto dafon gemacht.

böff schtroganoff bei Mario

Nach dem essen schpendiert Lissi uns immer noch einen brandi – sehr lekker.

ein lekkerer brandi weterano

Mein zweitliepstes restaurang ist das fon Pachar. Er gipt mir immer eine extra serwijette.

Ich sezz mich auf die extra serwijette fon Pachar

Wenn es regnet, werden im restaurant plastikeimer unter die löcher im dach geschtellt.

Nach dem essen gehen wir meistenz noch in den kiosko las karabelas. Dort kann man unter sehr sehr alten unt sehr sehr großen lorbärbäumen sizzen. Martin trinkt da einen kola rum unt Susanne einen kampari.

Ich mag gerne kola rum aber nicht so gerne kampari

Hier kellnert meine lieplinkskellnerin Idaira. Sie ist sehr nett unt begrüßt mich mit Sammi, Sammi, Sammi! Hier seht ihr sie mit mir:

Susanne sagt ich bin der berühmteste teddy auf La Gomera. Ich glaup das schtimmt.

 

 

ausflüge machen reisen besonders intressant

Ausflüge machen auf reisen besonders fiel schpaß. Dieses mal hatten wir eine rote heizkeksdose als mietauto. Wir passten alle auf die rükkbank unt haben uns ortnungsgemäß angeschnallt.

Wir auf der rükkbank der heizkeksdose

Der erste ausflug ging nach Ermigua zu Don Pedro.

Don Pedros lokal in Ermigua

Pedro backt lekkere kuchen unt macht  den besten tee auf der insel. Sein lokal hat eine schöne terasse, auf der man in der sonne sizzen kann.

wir bei der einkehr im lokal fon Don Pedro

Wenn wir einkehren kukken die anderen leute manchmal ein bisschen komisch – nur Engländer nicht. Engländer sint total kuhl im umgang mit teddyberen. Neben uns saßen fier Engländer. Als die uns sahen sagten sie – oh teddys ät e piknik. Mäj we täjk e pikscher? Susanne hat jes gesagt unt dann haben die uns fotografiert. Fanden wir nett. Wir haben beibei gesagt.

Manchmal sint auch nur ein paar fon uns mit auf einen ausfluk gegangen.

Blacky, Berri unt ich im auto

Hier kehren wir am nachmittak in der bar Cuba libre ein. Susanne hatte einen weiswein unt Martin einen mochito unt wir beides unt nüsse. Auf La Gomera bekommt man als schtammgast nüsse geschenkt wenn man alkohol trinkt.

In der bar Cuba Libre mit weiswein
mochito unt nüssen

Mochito ist ein lekkerer kocktäjl mit rum unt zucker unt fiel frischer minze unt wasser unt eis – sehr lekker!

Wir sint aber nicht jeden tag unterweks weil es auch da wo wir wohnen sehr schön ist. Es gipt fiele pläzze wo wir uns sehr wohlfühlen.

schillen unt dabei aufs meer kukken macht fiel schpaß

zweiter teil fom reisebericht

Wir haben auf La Gomera eine schöne ferienwohnung, die Susanne unt Martin immer im foraus für zehn jahre mieten. Die ferienwohnung hat eine sehr schöne terasse fon der aus man auf den täjde oder in den garten oder aufs meer kukken kann. Der täjde ist der höxte berg Spaniens unt meistens hat er eine weiße schpizze weil er so hoch ist unt schnee drauf liegt. Susanne sagt das der schnee auf dem täjde der einige schnee ist den sie gut ertragen kann.

Unser lieplinksplazz auf der terasse ist das Geländer:

unser lieplinksplazz

Wenn zu fiel wint weht können wir da nicht sizzen weils uns dann schmeißt unt wir entweder im garten oder auf dem tisch auf der terasse landen.

Im garten gipt es auch einen puhl. Susanne unt Martin schwimmen fast jeden tag ihre bahnen im puhl – wir natürlich nicht! Teddybären haben angst for wasser unt feuer – nur Grundi ist eine ausnahme weil sie das meer so liept unt gerne darin schwimmen möchte.

Susannes lieplinksbilt fom puhl
wir am puhl

Im garten gipt es flanzen die bei uns in Deutschlant nicht waxen – bananen unt zitronen unt awokado unt marakuja unt agawen. Die agawen können wir gut als rutschbahn benuzzen – man muss nur höllisch aufpassen das das teddyfell nicht an die schtacheln kommt. Es macht aber schpas:

In den agawen kann man auch einfach nur schillen.

Wenn wir keine ausflüge machen klettern wir im garten oder schillen mal hier mal da unt lassen es uns gut gehen.

Bobbi klettert auf eine agawenblühte
Joki, Berri unt Blacky schillen
Grundi in einer banane

Im näxten teil erzähl ich fon unseren ausflügen.

Ich bin zurükk fon la Gomera

Ich war lange ferreist unt jezt bin ich wieder zuhause. Es war eine sehr schöne zeit unt ich habe neue freundinnen unt freunde gefunden. Nur posten ging nicht weil wir so einen schlechten internetzugang hatten. Das hat mir abuntzu sorgen gemacht weil ich dachte das alle denken dass ich nicht mehr regelmäßich blogge – tu ich jezt aber wieder!

Unsere Reisegruppe waren sieben teddys unt Susanne unt Martin. Außer mir waren Grundi unt Mekki, Bobbi, Blacky, Joki unt Berri mit.

Im fluchzeug hatten wir den mittelplaz.

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unser mittelplaz im fluchzeug

Die schtuardessen sint immer sehr nett zu uns unt. Einmal hat der käpten uns extra begrüßt unt gesagt – sehr geehrte damen unt herren, liebe kinder und liebe bären. Das hat uns gut gefallen.

Es gibt keine direkten flüge nach la Gomera sondern man muss nach Teneriffa fliegen. Nach dem flug fahren wir mit dem taxi zum hafen los kristjanos unt nehmen dann die ferri.

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auf der ferri

Auf la Gomera holt unsere fermieterin uns mit dem auto ap unt bringt uns zu unserem apartment.

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unser schtammplaz auf der terasse

Grundi zieht dann sofort ihren badeanzuk an unt wir sezzen uns auf unseren schtammplaz auf der terasse. Wir kennen Salwator den gärtner unt Andrea die sich um die wäsche kümmert unt einige der gäste die auch immer kommen gut unt winken ihnen zu wenn sie unten forbei gehen. Salwator winkt zurükk unt sagt – ola los ositos!

Wir haben unterschiedliche forlieben im urlaup unt ein paar gemeinsame. Wir alle mögen unseren schtammplaz, ausflüge mit einkehren unt dass wir im urlaup jede nacht auf der kautsch schlafen.

Grundi liept ganz besonders das liebe, liebe meer unt träumt fon ihrem taucheranzuk.

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Grundi unt das liebe, liebe meer

Mekki liept Grundi.

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Mekki unt Grundi auf einer banane

Berri liept reisen.

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Berri im zitronenbaum

Joki meint seeluft ist gut gegen seinen morbus bechteref.

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Joki unt Berri im meerwint

Bobbi liept das tägliche opstessen unt das tägliche nachmittaksschläfchen.

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Bobbi unt Blacky beim nachmittaksschläfchen

Blacky liept äkschen.

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Blacky in äkschen

unt ich liebe die restaurangs unt bars unt die netten leute.

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Wir haben sehr fiel erlept unt ich werde einen fierteiligen blog daraus machen. Nächstes wochenende gehz weiter.

Bürokratis ist fon Kreta zurükk unt Trio hat eine schlafbrille unt ich geh morgen in die oper

Bürokratis war mit Siggi, Trio, Klaudija unt Manne auf Kreta. Kreta ist Klaudijas lieplingsinsel unt die fahren jedes jahr dahin. Im urlaup tragen Siggi unt Bürokratis keine seidenpaislifliegen sondern lässige freizeitkleidung.

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Siggi unt Bürokratis am schtrant

Ich finde es sehr kuhl wie meine freunde da am schtrant schillen. Ich mag schtrant nicht so sehr weil ich keinen sant ins fell kriegen will.

Außer uso haben die beiden auch frape getrunken.

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Meine kuhlen freunde mit einem frape

Morgen treffe ich die beiden zum ersten mal nach ihrem urlaup. Wir gehen in die oper in den barbier fon Sewillja. Wie immer hat Susanne pläzze im zweiten rang in der ersten reihe reserwiert. Ich freu mich drauf.

Für die oper ziehen wir uns schikk an unt tragen alle unsere seidenpaislifliegen. Blacky unt ich müssen uns noch umziehen weil ich meine alltagsschleife umhap unt Blacky noch nakkich ist.

Als Trio in der forschtellung fon Bobbi gelesen hat dass Bobbi hellichkeit beim schlafen nicht schtört konnte ers kaum glauben. Bei Trio ist es andersrum als bei Bobbi. Trio wird durch gereusche nicht geschtört kann aber bei hellichkeit nicht schlafen. Klaudija hat ihm deswegen eine super kuhle schlafbrille genäht.

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Trio mit seiner super kuhlen schlafbrille

Ich finde das sieht sehr kuschelich unt gemütlich aus.

 

eine reise nach Majorka

Ich hap so lange nichz mehr gebloggt weil ich auf Majorka war. Wir waren zu acht unterwegs: Susanne, Martin, Martins mutter Ruht, Grundi, Mekki, Zimti, Blacky unt ich. Wir hatten alle zusammen ein großes apartment mit meerblikk.

auf der terrasse mit meerblikk
auf der terrasse mit meerblikk

Für Grundi ist meerblikk das wichtikste im urlaup weil sie das meer so liept. Hier hatte sie reichlich dafon.

Ruht unt Susanne unt Martin sint morgens unt nachmittags immer ins meer schwimmen gegangen. Weil direkt for unserem apartment ein riff im wasser war konnten die auch fische ankukken. Wir können nicht schwimmen opwohl Grundi sich immer noch einen teddytaucheranzuk wünscht.

Wir haben mittags immer gebranscht unt da wollten alle im schatten sizzen. Deswegen wurde der sonnenschirm aufgeschpannt.

bransch am mittag
bransch am mittag

Ap unt zu unt for allem so um die mittagszeit wurde es ganz schön windich. An einem mittag machte es kurz wusch unt der sonnenschirm war wekk. Martin hat sofort über die brüstung gekukkt aber fon dem schirm war nichz mehr zu sehen.

trozz beschweerung war der schirm wekk
trozz beschweerung war der schirm wekk

Martin unt Susanne sint dann nach unten gegangen unt haben den schirm gesucht. Er war zum glükk nicht auf ein auto oder einen einen kinderwagen gefallen. Sie haben ihn auf der markise im unteren apartment gefunden unt konnten ihn mit hilfe der leute die dort wohnten bergen. Danach haben wir immer alles fest gebunden.

Den ersten aperitif des tages gaps auf unserer terasse. Es gap abwexelnt kampari oder sekt. Grundi unt Zimti trinken sekt lieber als kampari.

sekt zum 1. aperitif
sekt zum 1. aperitif

Abends gaps dann den zweiten aperitif in einer schönen bar. Die haben dort ein beschtellsystem das mir sehr gut gefällt. Wenn man weiß was man will drükkt man auf einem kleinen gerät den knopf für kellner.

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zum beschtellen muss man den knopf für kellner drükken

Dann kommen die mochitos oder was man sonz haben will. Die kokktails schmekken dort sehr gut.

Blacky mit mochito
Blacky mit mochito
ih mit mochito unt knabberzeuk
ich mit mochito unt knabberzeuk

Wenn man genuk getrunken hat unt zum restaurang gehen will drükkt man den knopf für bezahlen.

das beschtellsystem
das beschtellsystem

Es war ein sehr schöner urlaup unt es hat allen wieder sehr gut auf Majorka gefallen.

es war sehr schön
es war sehr schön

 

Fisch, bier, reibekuchen unt eis – ein teddytraum wirt wahr

Sigrit unt Teo sint die eltern fon Susanne. Die beiden sint nicht so gut zu fuhß. Daher unternehmen sie samstags oft einen taxiausfluhk zum karlsplazz. Wir sint dieses wochenende bei Sigrit unt Teo zu besuch unt die haben uns eingeladen bei dem taxiausfluhk mitzumachen. Es war sehr sehr klasse – ein echter teddytraum.

Es fing an mit dem lieplinksfischschtant fon den beiden. Da gaps drei matjesbrötchen unt eine porzjon heringsschtipp mit bratkartoffeln. Sigrit hat fast ein matjesbrötchen gegessen unt Teo zwei unt Susanne den heringsschtipp unt kartoffeln unt Blacky, Oska unt ich fon allem fiel.

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das schmekkt fiel besser als es aussieht

Dann gingz weiter zum bierschtant. Hier blieben wir eine weile weil fisch schwimmen muss unt wir durst hatten.

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das erste mit Oska unt Blacky
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das zweite mit Oska unt mir
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das dritte bier

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem biertrinken sint wir zwei schtände weiter zu den reibekuchen gegangen. Die wurden ganz frisch gemacht unt waren sehr heiß unt sehr lekker. Teo hat 6 schtükk gekauft unt es ist nichts übrich geblieben.

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reibekuchen sint heiß unt fettich sehr lekker
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wir haben gut zugeschlagen

Nach den reibekuchen waren alle gar nicht mehr so richtich hungrich aber wir hatten alle noch lust auf süßes. Wir sint in ein feines kafee gegangen unt haben einen großen eisbecher ferdrükkt. Wir hatten inzgesamt 5 kugeln wanilje, 1 kugel haselnuss, 1 kugel amarenakirsche, 1 kugel ßtragiatella [ich glaup das schreipt man anders. Ich weiß aber nicht wie.] unt 1 kugel zitrone.

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hier sint 3 fon den 9 kugeln
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das war 3 mal wanilje

 

 

 

 

 

 

 

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zum schluss war alles leer

Das kafee war die lezzte schtazjon unt wir sint danach mit dem taxi wieder zu Sigrit unt Teo gefahren.

Jezz geht erst mal nichts mehr

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wir brauchen erst mal eine ferschnaufpause

eine heiße entführungsgeschichte – teil 3 mit häppi ent

Jetzt erzähl ich den rest fon der heißen entführungsgeschichte. Zum 2. teil hab ich fon Teo einen komentar bekommen – fielen dank! Ich mag komentare wenn drin schteht das meine geschichten schpannent oder lustich oder interessant sint. Aber jetzt gehtz los.

Ich: „Susanne, bitte erzähl uns jetzt wie ihr Bepo wieder bekommen hapt.“

Susanne: „Das mach ich gerne! Es geht los. Die Gruppe um uns löste sich blitzschnell auf und wir standen allein in der kleinen Gasse. Natürlich nicht allein, sondern mit Hertie, aber leider immer noch ohne Bepo. Wie du weißt, Sammi, liebt Hertie Bier und daher haben wir uns sofort auf den Weg in’s Hotel gemacht und zwei große Bier bestellt. Ich war sehr neugierig und hab Hertie gefragt, wie es ihm ergangen ist.
Hertie grinste uns an und erzählte: “Ick bin so froh det ick wieda bei euch bin. Die ham mir mitjenommen unt ham mir an ihre kinder ferschenkt. Ick kann halt nich mit kindern. Ich weeß nich wat ick mit denen reden soll. Unt ick werd auch nich jern durch de luft jeschmissen. Unt bier jabs och nich. Det war ne richtje entführung, ne? Und morjen kommt Bepo wieda, wa?“ [ich muss wohl nicht übersezzen, weil das berlienerisch ist unt nicht schpanisch.]

Ich: „Ihr hapt beschtimmt zur feier von Herties freilassung mehr als ein bier getrunken.“

Susanne: „Du hast recht, Sammi. Jeder drei! Jetzt komm ich zum Finale.
Am folgenden Nachmittag trafen wir die Entführergruppe wie verabredet um 17 Uhr am Platz. Dann ging es wie in der vergangenen Nacht kreuz und quer durch die Gassen von Santiago. Wir landeten in einer kubanischen Küche, wo uns, diesmal ohne Zeitungspapier, Bepo übergeben wurde. Die Kubaner luden uns zu einem selbst gebrannten Rum ein und erhielten die zweiten 15 Dollar. Sie erzählten, dass sie Bepo bei jemandem außerhalb Santiagos abholen mussten. Der hätte Bepo als willkommene Ergänzung seines Altars sehr geschätzt und wäre gar nicht so leicht zu überreden gewesen. Erst dachte ich, die wollten den Preis hochtreiben. Es war aber doch eher ein schlechtes Gewissen, dass sie für jeden Teddy 15 Dollar angenommen hatten.“

Ich: „Jetzt war die reisegruppe zum glükk wieder komplett. Hapt ihr gefeiert?“

Susanne: „Das können Hertie und Bepo dir ja direkt erzählen. Wie du dir denken kannst, waren wir alle sehr glücklich! Vielen Dank, Sammi. Mir hat es gut gefallen, von dir interviewt zu werden.“

Ich: „Ich bedanke mich auch bei dir Susanne. Jetzt frag ich Hertie unt Bepo.
Bepo, du träkst immer noch deinen sombrero mit „Yo quiero Cuba“ [ich übersezze: Ich liebe Kuba] drauf. Schtimmt das denn noch nach der geschichte?“

Beppo_Kuba
Bepo mit seinem sombrero Susanne hat das bilt eingeskännt.

Bepo: „Ja, das schtimmt noch. Nur weil ein paar kubaner gelt klauen wollten unt Hertie unt mich erwischt haben wert ich das nicht auf die ganze insel beziehen. Du wolltest doch wissen, op wir gefeiert haben. Das haben wir und zwar auf kubanisch. Kubanisch feiern heißt alles auf einmal: bier unt eis unt hühnchen unt koktail.“

Ich: „Kubanisch feiern hört sich ganz nach meinem geschmakk an. Ich möchte aber auf keinen fall forher entführt werden. Seit ihr denn danach noch mal auf Kuba gewesen?“

Hertie: „Nee, aber ick trak och noch meenem josé martin batton uff meene schleife. Der hat den text von gwantanamera geschrieben. Det hör ick jern beim biertrinken. Ick mach och de insel nicht verantwortlich für de entführung. Aber ick will och nich mehr hin.“

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hertie mit seinem batton mit josé martin drauf

Bepo: „Ich hap seither gar keine große lust mehr auf reisen. Ich bleip lieber zuhause unf fahr in der holzeisenbahn – föllich ohne risiko.“

Hertie: „Jeht mir ähnlich. Ick vereise och nur noch in deutschlant wenn et wohin jeht wo et bier jipt.“

Ich: „Ich bin sehr froh das die heiße entführunsgeschichte ein häppi ent hat. Ich hätte sonz zwei gute freunde weniger. Fielen dank für das interwjuh.“

das ende fon den interwjuhs zur heißen entführungsgeschichte
das ende fon den interwjuhs zur heißen entführungsgeschichte

 

eine heiße entführungsgeschichte – teil 2

Jezz gehtz weiter mit dem interwjuh zur entführungsgeschichte. Der zweite teil ist etwas länger weil ich finde das die schtorie das so braucht. Leider hap ich keine fotos weil es die damalz noch nicht elektronisch gap.

Ich: „Susanne, erzähl doch mal fon dem plan, wie ihr die reisegruppe wieder follschtändig kriegen wolltet.“

Susanne: „Gerne, Sammi. Unser Plan war es, Reißnägel zu besorgen und an allen möglichen Stellen rund um das Teehaus Zettel anzubringen und Lösegeld anzubieten. Dann wollten wir uns auf eine Bank setzen und beobachten, wer die Zettel liest und welche Reaktionen es gäbe.“

Ich: „So was war doch in Kuba beschtimmt verboten oder?“

Susanne: „Das war uns egal. Diebstahl ist auch verboten und Entführung erst recht. Wir machten uns auf und kauften nach mehreren vergeblichen Versuchen dünne Nägel. Dann schrieb ich auf zwanzig Zettel: „Buscamos nos ossitos. Pagamos 15 dolares por cada ossito. Si usted save, donde los estan, por favor, llame a Hotel Leningrado, numero: 4754567 [ich übersezze: Wir suchen unsere teddys. Wir zahlen 15 dollar für jedes bärchen. Wenn Sie wissen wo sie sint rufen sie bitte im hotel Leningrado unter der nummer 4754567 an.]  Die „15 dolares” schrieb ich groß und fett.“

Ich: „War 15 dollar fiel? Wie bist du denn auf den betrak gekommen?“

Susanne: „Ja, das war eine ganze Menge. Man bekam dafür auf dem Scharzmarkt 150 Pesos und das war ungefähr ein halbes Monatsgehalt. Ich brauchte ein unwiderstehliches Angebot, weil wir ja am übernächsten Tag zurück fliegen mussten. Wir befestigten die Zettel dann rund um das Teehaus an Strommasten und Palmen in dem kleinen Park am Teehaus, wobei wir von vielen Kubanern argwöhnisch beäugt wurden. Wir fuhren dann erst einmal ins Hotel zurück und kamen nachmittags wieder. Seltsamerweise waren die Zettel verschwunden.“

Ich: „Glaupst du das die polizei die zettel wekgenommen hat?“

Susanne: „Eigentlich nicht. Die hätten im Leningrado angerufen und uns gefragt, was das soll oder es uns verboten. Wir haben uns dann in der Nähe vom Teehaus auf eine Bank gesetzt und gewartet. Es dauerte nicht lange bis wir bemerkten, dass ein großer Schwarzer mit Sonnenbrille auf uns zukam. Wir schauten uns um und entdeckten, dass am Rand des Parks zwei weitere schwarze Kubaner halb versteckt hinter je einer dicken Palme standen und das Geschehen bei der Parkbank beobachteten. Dann sprach der große Schwarze uns an:
„Hola, buenas noches! Son ustedes los gentes que buscan los ossitos?“ [ich übersezze: Hallo, guten abent! Sind sie die Leute die die teddys suchen?]
Ich bejahte seine Frage. Der Schwarze schmunzelte und meinte:
„Es possible que yo conosco un hombre que ha oido algo de alguin que save algo. Tiene usted el dinero? 15 dolares por uno?” [ich übersezze: Es ist möglich das ich einen mann kenne der was von einem gehört hat der was weiß. Haben sie das gelt? 15 dollar für jeden?]
Ich versicherte ihm, dass wir 15 Dollar für jeden der Bären bezahlen würden, aber erst wenn wir die Bären wieder hätten.“

Ich: „Hattest du keine ankst das die euch was tun unt euch das gelt einfach abnehmen?“

Susanne: „Angst hatten wir nicht, aber ein bisschen mulmig war uns schon, weil wir nicht wussten, mit wie vielen Kubanern wir es zu tun hatten. Außerdem wurde es schon wieder dunkel und wir kannten uns nicht gut aus. Pass auf, was weiter passierte.
Der Kubaner sagte: „Espere aqui!“ [ich übersezze: Warten sie hier!] und verließ den Platz. Er wurde von einem seiner Kumpel, der im Hintergrund gewartet hatte, begleitet. Der andere blieb hinter seiner Palme. Wir warteten.
Nach ungefähr einer halben Stunde tauchte unser Verhandlungspartner wieder auf und forderte uns sichtbar gut gelaunt auf: „Vamos, segui a me!“ [ich übersezze: Gehen wir. Folgen sie mir.]
Er ging los und wir folgten ihm. Hinter uns schlossen sich die wartenden Kumpels an, so dass wir nun als Fünfer-Gruppe durch die kleinen Straßen von Santiago zogen. Der Chef-Teddybärenentführer fragte die im damaligen Kuba üblichen Fragen: seit wann wir auf Kuba seien, ob es uns gefalle, ob wir schon einmal da gewesen seien, ob wir Kinder hätten, wo die Kinder während des Urlaubs seien und wie alt sie wären. Ich hatte viel Erfahrung in der Beantwortung dieser Fragen. Ich erzählte von unserer Begeisterung für Kuba, unseren zwei Kindern, die während des Urlaubs bei den Großeltern seien und die uns ihre Lieblings-Teddybären als persönliche Vertreter auf die Reise mitgegeben hätten und dass wir die Teddys daher unbedingt wieder mit nach Hause bringen müssten.“

Ich: „Du hast doch gar keine kinder. Warum hast du denn gelogen?“

Susanne: „Ich wusste, dass Kubaner es ganz schrecklich finden, wenn man keine Kinder hat und wir hatten uns die Geschichte zurecht gelegt, damit wir nicht von allen bedauert wurden. Außerdem war es mit dieser Geschichte einleuchtend, dass Hertie und Bepo überall dabei waren.
Auch in der Odyssee durch Santiagos schummrige Gassen zog die Geschichte. Der große Schwarze äußerte sein Verständnis und sagte mehrmals, dass wir gleich da seien. Dann trat plötzlich ein weiterer Kubaner aus einer Tür, kam direkt auf uns zu und drückte mir ein Päckchen in die Hand, das aussah wie ein großes unförmiges Knäuel aus Zeitungspapier. Ich riss das Papier auf und rief ziemlich laut: „HERTIE!“. Dann drückte ich Hertie einen dicken Kuss auf die Nase und schaute erwartungsvoll erst den neuen Kubaner, dann den Chef der Bande an und fragte: „Donde está el otro?“ [ich übersezze: Wo ist der andere?]
Die beiden Geiselüberbringer erklärten uns, dass der andere Bär nicht in Santiago sei und dass sie ihn erst besorgen müssten und wir ihn am kommenden Nachmittag bekämen. Dann forderten sie „El dinero!“. Ich griff in die Hosentasche und gab dem Chef 15 Dollar. Der strahlte mich an und sagte: “Y mañana, por el otro, otro 15 dolares, vale?“ [ich übersezze: Unt morgen gibz dann für den anderen noch mal 15 dollar, nicht?] Ich sagte “Vale!” [ich übersezze: Na klar!].

Ich: „Du meine güte ist das schpannend. Der arme Bepo musste noch eine nacht aushalten. Der hat beschtimmt geglaupt das er euch nie wieder sieht. Wir machen hier jetzt mit dem zweiten teil schluss unt balt gipz dann den dritten unt letzten teil.“

 

eine heiße entführungsgeschichte – teil 1

Als ich das erste mal Hertie erwähnt habe habe ich ferschprochen die geschichte fon seiner unt Bepos entführung auf Kuba zu erzählen. Zur forbereitung habe ich Hertie und Bepo dazu interwjuht. Opwohl das schon fiele jahre her ist können die beiden sich noch sehr gut an die ganze sache erinnern. Beide kennen den anfang unt das ende fon der geschichte aber in der mitte kennt jeder nur seine eigenen erlepnisse weil sie direkt nach dem kitnäpping getrennt wurden.

Ich interwjuhe Hertie unt Bepo
Ich interwjuhe Hertie unt Bepo

Da hap ich Susanne gefrakt op sie mir als koautorin helfen kann weil sie die komplette schtorie miterlept unt die verhantlungen mit den kitnäppern geführt hat. Ich hap dazu ein interwjuh mit ihr gemacht. Das wurde aber sehr lang unt daher hap ich entschieden es in mehreren teilen zu posten. Ich glaup die leser fon meinem blog mögen zu lange posts nicht.

Hier is der erste teil fom interwjuh.

Ich: „Susanne, erzähl bitte wie Hertie unt Bepo entführt wurden.“

Susanne: „Wir waren an dem Abend in Santiago in einem Teehaus. Hertie und Bepo waren in einer Baumwoll-Einkaufstasche. Im Teehaus hängte ich die Baumwolltasche über die Stuhllehne und trank Tee. Du weißt ja, Sammi, dass Hertie und Bepo keinen Tee trinken. Nach dem Bezahlen langte ich hinter mich und ins Leere. Ich rief gleich: „Wo ist denn der Beutel?“ Dann viel lauter: „Scheiße! Die Teddys! Donde esta mi bolso? Ha alguin visto, que ha tomado mi bolso?“ [ich übersezze: wo ist mein beutel? hat jemant gesehen wer meinen beutel genommen hat?] Die anderen Gäste im Teehaus sahen erstaunt drein unt schüttelten die Köpfe.“

Ich: „Jedes mal wenn ich das höre wirt mir ganz schlecht weil ich mir forschtelle wie es Hertie unt Bepo gegangen ist. Wie gingz weiter?“

Susanne: „Wir legten schnell das Geld für den Tee auf den Tisch und rannten auf die Straße. Draußen war niemand zu sehen. Ich bekam mehr und mehr Panik. Wir dachten dass der Dieb den Beutel vielleicht weggeschmissen hat, als er gesehen hat was bzw. wer drin ist. Dann vereinbarten wir eine halbe Stunde zu suchen, ob wir was entdecken und dann zur Polizei zu gehen.“

Ich: „Wars da schon dunkel?“

Susanne: „Ja, wir liefen durch die dunklen Straßen rund um das Teehaus und alles was wir entdeckten war die Müllabfuhr, die die vollen Container auf den Straßen leerte. Ich habe echt Angst gehabt, dass der Dieb den Beutel in einen Müllcontainer geschmissen hat, weil wir so einen Aufstand gemacht haben. Wir haben dann die Container durchsucht. Kakerlaken, Katzen, Gestank, aber keine Spur von Hertie und Bepo. Inzwischen war es zwei Uhr nachts geworden und wir sind zur Polizei gegangen.

Ich: „Du kannst ja zum glükk schpanisch. Sonst hättet ihr gar nicht erst zur polizei gehen müssen.“

Susanne: „Stimmt schon, Sammi, aber genutzt hat es trotzem nichts – hör zu. Auf der Wache war nicht viel los und wir konnten den Diebstahl zu Protokoll geben. Als der Polizist mich fragte, was in dem gestohlenen Beutel gewesen sei und ich ihm antwortete, dass das Wichtigste darin zwei Teddybären gewesen sein, erntete ich ein Schmunzeln und die Fragen: „Dos ossitos? Un con un sombrero rojo? Ha usted visto los robos?“ [ich übersezze: Zwei bärchen? Einer mit einem roten sombrero? Haben Sie die räuber gesehen?]

Ich: „Die haben das gar nicht ernst genommen, weil die kubanische polizei sich nicht für teddys interessiert. Was hapt ihr denn dann gemacht?“

Susanne: „Ich wurde wütend und schrie den kubanischen Polizisten auf Deutsch an. „Eh, das sind meine TEDDYS! Bepo war schon zweimal auf Kuba und liebt diese Insel!“ Wir schlugen uns dann um drei Uhr nachts zu unserem Hotel durch. Geschlafen haben wir so gut wie gar nicht. Dafür haben wir einen Plan gemacht, wie wir unsere Reisegruppe wieder bekommen wollten, und zwar vollständig.“

Ich: „Ok, das gipt es dann in der fortsezzung des interwjuhs. Danke erst einmal bis hierhin, Susanne.“